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Thaur eröffnet Romedius-Pilgerweg

Zusammen mit Dekan Martin Ferner hat Hans Staud mit Hilfe verschiedener
Aufzeichnungen und Landkarten den Romedius-Pilgerweg von Thaur nach San Romedio im Trentino geplant und ins Leben gerufen. Am Mittwoch, 15. Jänner um 19.30 Uhr präsentiert das Duo den Pilgerweg im Gasthof Stangl in Thaur.

Romediuskirche Thaur

Zusammen mit Dekan Martin Ferner hat Hans Staud mit Hilfe verschiedener
Aufzeichnungen und Landkarten den Romedius-Pilgerweg von Thaur nach San Romedio im Trentino geplant und ins Leben gerufen. Am Mittwoch, 15. Jänner um 19.30 Uhr präsentiert das Duo den Pilgerweg im Gasthof Stangl in Thaur.
 
Der Pilgerweg von Thaur nach San Romedio ist ein wahres Naturerlebnis, Wallfahrtsstätten, Bildstöckln und Marterln, wunderschöne Landschaften, Almen und Übergänge erwarten die Pilger. Von Thaur ausgehend führt der Weg über 180 Kilometer und 9.800 Höhenmeter zum Wallfahrtsort San Romedio im Trentino (u.a. über Maria Waldrast, die Stubaier Alpen, das Ridnauntal und Meran).
 
Start: Thaur, Tirol, Österreich
Ziel: San Romedio im Nonstal, Trentino, Italien
Distanz: 180 km, 9.800 hm (Gehzeit: ca. 12 Tage)
 
Pilgerweg umspannt die Ursprungsdiözese
2013 machten sich Dekan Martin Ferner und Hans Staud auf den Weg. Sich mit dem Pilger Romedius auseinanderzusetzen, hat die beiden tief bewegt. „Es ist für mich nicht das erste Mal, Wander- bzw. Pilgerrouten auszuarbeiten. Doch ein so inniges Gefühl der Dankbarkeit habe ich noch nie erlebt. Unterwegs ist Pfarrer Martin Ferner und mir klar geworden, dass der Romedius-Pilgerweg etwas ganz Besonderes werden wird“, so Hans Staud.
Die Umsetzung und Eröffnung des Weges erfolgt im Jubiläumsjahr der Diözese Innsbruck. 2014 feiert die Diözese ihr 50-jähriges Bestehen. Davor war sie ein Teil der Diözese Brixen. So umspannt der Pilgerweg die Ursprungsdiözese. Was einst Krieg und marschierende Soldaten getrennt haben, soll nun der stille Pilger im Gebet und langsamen Wandern friedlich vereinen.
 
Pilgern – Überdenken des eigenen Lebens
Pilgern ist in aller Munde: Zu Fuß, unter freiem Himmel, bei Wind und Wetter mit sich selbst sein, seine Gedanken fließen lassen und vor Gott tragen. Und vielleicht so manche Entscheidung für das eigene Leben überdenken oder finden.
 
Blickend von einem Joch zum anderen wird der Pilger von innerer Leichtigkeit beschenkt. Die Stille, der Friede mit sich und der Welt im Herzen, lässt uns voll Demut und Dankbarkeit diesen besonderen Pilgerweg erleben, der letztlich hineinmünden soll ins „Näher mein Gott zu dir“.
 
Scheuer: Wünsche allen Pilgern Orientierung für Beziehungen und Arbeit
Bischof Manfred Scheuer schreibt in seinem Grußwort im Pilgerheft: „Es gibt Wegstrecken in unserem Leben, da scheinen wir „auf der Stelle zu treten“, oder es geht zurück, wir sind wie gelähmt, ans Krankenbett gefesselt,… Als Christen leben wir aus der Gewissheit, dass unser Lebensweg, der ein Fortschreiten auf einem Weg ist, der trotz des scheinbaren Endes eine heile Vollendung und ein vollendetes Ziel hat. Wer sich auf eine Wallfahrt begibt, der verlässt (zeitlich, räumlich und körperlich) seinen Alltag. Der Weg der Wallfahrt bildet so einen Einschnitt in das Leben des Pilgers und bewirkt Veränderung. Ich wünsche allen Pilgern auf dem Romediweg, den Ausweg, den Exodus aus allen Verstrickungen sowie Orientierung für ihre Arbeit und für ihre Beziehungen. Ich erbitte für sie, dass Sinn ihr Leben umgreift und dass sie Gott selbst als Ziel des Lebensweges finden.“
 
Der Hl. Romedius aus Thaur
Den Quellen zufolge entstammte der Hl. Romedius (4., 7./8., oder 11. Jahrhundert) dem Geschlecht der Edeln („Grafen“) von Thaur bei Innsbruck. Er verschenkte seine Güter an die Bischofskirchen von Trient und Augsburg, machte eine Wallfahrt Rom und l9ieß sich auf Rat des Bischofs Vigilius von Trient mit seinen Gefährten David und Abraham als Einsiedler in einer wilden Schlucht bei Tavon am Nonsberg (Trentino) nieder. Über seine Herkunft und seine Lebenszeit sind sich die Forscher noch  nicht einig.
Über Thaur erhebt sich das Romedius-Kirchlein. Das Kirchlein birgt einige Reliquien des Heiligen, die 1851 vom Kloster Georgenberg-Fiecht bei Schwaz übertragen wurden Der Kult des Hl. Romedius wurde am 24.7.1907 approbiert. Sein Bild findet sich in vielen Häusern in Tirol.
Darstellung: als Einsiedler im Mönchsgewand mit Pilgerstab, auf einem Bären reitend.

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