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Konzilstage 2014 - Kurzstatements von TeilnehmerInnen in Strass

Im Rahmen der Konzilstage zum Diözesanjubiläum 2014 haben wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, uns ihre Visionen von Kirche zu erzählen. Hier finden Sie die Statements vom Konzilstag in Strass.

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Meine Vision ist es, dass jede und jeder in der Kirche Platz hat und auf seine Art und Weise den Glauben weitergibt. Als Menschen sind wir vielfältig und diese Vielfalt sollen wir leben dürfen. Klar: Viele Menschen leben den Glauben nicht. Aber ohne Glauben geht’s nun einmal nicht.

Beinstingl Andrea,  Pfarre Jenbach, Lektorin

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Für mich soll Kirche so sein, dass auch kleine Kinder und natürlich auch Jugendliche zu ihr kommen. Die kirchliche Jugendarbeit müsste viel stärker sein, auch wenn’s schwierig ist. Bei uns in Hippach hat der Pfarrer geschaut, dass wir einen Jugendraum bekommen. Insgesamt müssten sich aber auch mehr Erwachsene für die Jugendarbeit interessieren und sie fördern.

Dengg Julia, Pfarre Hippach, aktiv in der Pfarrjugend

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Meine Vision ist es, dass wir die Religion und den Glauben Anderer respektieren, dass wir voreinander Respekt haben und nicht mit Fingern auf ‚die Anderen’ zeigen.  Dann können wir über alle Grenzen hinweg zusammenarbeiten. In erster Linie ist es Jesus, der uns wichtig sein muss - und die Liebe zu den Mitmenschen. Diese Liebe muss von Herzen kommen.

Fankhauser Hansjörg, Zellberg, Mitglied einer Freikirche, leitet mit seiner Frau den Zellberger Kinderchor

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Die Kirche muss offen sein für alle, die den Glauben suchen. Bei den Messfeiern wünsche ich mir vom Priester gute Erklärungen des Evangeliums und der Lesungen. Und ich wünsche mir mehr pfarrliche Gruppierungen. Für ganz dringlich halte ich die Seelsorge für junge Leute und junge Familien. Ich bin ungeduldig, weil der notwendige Wandel in unserer Pfarre und Kirche so lange dauert. Es sind ja nur mehr wenige alte Leute, die treu zu den Gottesdiensten kommen.

Gassner Gertrud, Pfarre Jenbach

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Meine Vision deckt sich mit jener, die wir in unserem Pfarrgemeinderat erarbeitet haben. Ich träume von einer Kirche, die Spiegel der Gegenwart und Wegweiser für die Zukunft ist, die für alle da und ein gutes Augenmerk auf die Jugendarbeit hat; die Hauskirche lebt und am Sonntag ihren Höhepunkt hat, die im Hier und Jetzt lebt und auf das Göttliche verweist, die offener ist für neue und moderne Sachen, die Außenstehende neugierig macht und die weniger Berater und mehr Diener findet.

Hornbacher Harald, Münster, Pfarrgemeinderatsobmann

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Meine Vision ist es, dass die Kirche auf die Gläubigen mehr eingeht. Ich wünsche mir, dass nicht nur die Priester und Pfarrgemeinderäte in einer Gemeinde bestimmen, was geschehen soll. Ich hoffe, dass der Zölibat nicht fällt, denn sonst gibt es noch mehr Probleme. Die wenigen Priester, die wir haben, bemühen sich sehr, haben aber durch die Seelsorgeräume sehr viel am Hals.

Ihler Johanna, Eben a. A., Mitglied der Notburga-Gemeischaft

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Meine Vision einer Kirche mit Zukunft ist geprägt von den Stichworten Vertrauen, Ehrlichkeit und Kraft. Aufrichtigkeit muss vor Augenauswischerei und Schönfärberei gehen. Wir brauchen Hoffnung und Zuversicht, auch Mut in unserer Begrenztheit. Wir alle haben und machen Fehler. Wir müssen Schritt für Schritt vorangehen. Überzogenen Erwartungen bringen uns nicht weiter, sie frustrieren. Ich halte es mit dem Wort des Apostels Paulus im Brief an die Galater. ‚Einer trage des Andern Last.

Niederwieser Eduard, Pfarrer im Seelsorgeraum Tux-Finkenberg und Dekan des Dekanats Fügen-Jenbach

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Meine Vision ist eine geschwisterliche Kirche für alle Menschen. Sie geht mir in unserem Seelsorgeraum ab. Das Reflektieren auf die Wurzeln der Kirche ist ok. Aber das Zurückschauen allein bringt nichts. Wir müssen auch auf unsere konkrete Situation heute und nach vorne schauen. Bei uns haben Leute das Sagen, die der Meinung sind, jene, die nicht mit uns gehen, dürfe man draußen lassen. Engagierte, die diese Meinung nicht teilen, werden nicht gehört, ziehen sich eher zurück oder haben bereits die Flinte ins Korn geworfen. Und das tut mir weh. Da habe ich mir vom Konzil her mehr erwartet.

Niessner Wolfgang, Pfarre Jenbach, zuständig für Ministrantenarbeit, Lektor, Kommunionhelfer

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Ich wünsche mir eine menschliche Kirche. Ich erkläre, was ich damit meine. Jeder Mensch kommt in Krisen, das gehört zum Menschsein dazu. Und genau da soll es in der Kirche Menschen geben, die solche Mitmenschen in Krisen mit Unterstützung des Heiligen Geistes begleiten. Das braucht eine ganz hohe Verantwortung, es braucht Wahrhaftigkeit für den Einzelnen und für das Gesamte. Ich habe in meiner tiefsten Krise eine Heilige gesucht, die eine ähnliche Lebenserschütterung erfahren hat wie ich. Ich habe leider keine gefunden. Ob Geschiedene, Homosexuelle oder was immer: Die Kirche muss begreifen, dass sie niemanden durch Gesetze oder Dogmen hinausschmeißen darf. Die Liebe muss in allem Vorrang haben.

Seiser Theresa, Pfarre Eben a. A.

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Meine Vision ist eine Kirche, die die Mauern der Pfarren verlässt und ihren Ort in der Vielfalt der Menschen entdeckt. Meine Vision ist eine Kirche, die nicht mit hochmütigem Wissen daherkommt, sondern die wachsam ist für Armut, Ausgrenzung und Not, eine Kirche, die bei diesen Menschen und in den brennenden Fragen unserer Zeit das Evangelium entdeckt. Ich wünsche mir eine Kirche von Christen in ohnmächtiger Haltung, die in den Dornbüschen der Menschen dem Innersten ihres Glaubens begegnen.
Teissl-Mederer Bernhard, Dekanatsassistent im Dekanat Fügen-Jenbach

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