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Konzilstage 2014 - Kurzstatements von TeilnehmerInnen in Reutte

Im Rahmen der Konzilstage zum Diözesanjubiläum 2014 haben wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, uns ihre Visionen von Kirche zu erzählen. Hier finden Sie die Statements vom Konzilstag des Dekantes Breitenwang im Paulusheim in Reutte.

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Ich halte es für entscheidend, dass die Gläubigen in vielen Gemeinschaften zeigen können, wie gut Gott ist. Die Menschen sollen an den kirchlichen Gemeinschaften erleben, was Barmherzigkeit, Versöhnung und Liebe ist - auch dann, wenn sie leiden.

Paul Mascher, Biberwier, Pastoralassistent im Seelsorgeraum Mittleres Lechtal (Elbigenalp, Häselgehr, Gramais, Bach, Stockach)

 

 

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Die Kirche muss eine sein, in der das Bewusstsein selbstverständlich ist, dass sie nicht eine Serviceeinrichtung der Amtsträger und Hauptamtlichen ist, sondern das Anliegen aller Getauften und Gefirmten. Dazu gehört, dass die Mitbeteiligung ganz ernst genommen wird. Dazu gehört das Vertrauen und das Zutrauen gegenüber den einzelnen Gläubigen und den Gemeinschaften, dass sie ihre Sache gut machen. Damit ist Kirche nahe bei den Menschen, auch wenn nur wenige Amtsträger da sind, sie ist lebendig und vielfältig, im besten Sinn katholisch.

Alois Gedl, Weißenbach, Dekanatsassistent im Dekanat Breitenwang

 

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Kirche muss lebendig sein. Wichtig ist das Miteinander und dass man die Ziele auch wirklich umsetzt. Es muss gelingen, den Glauben an die nächste Generation weiter zu tragen und die jungen Menschen in die Kirche einzubinden. Wichtig ist, dass auch die Priester zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit den anderen Konfessionen ist ein Gebot der Stunde.

Renate Posch, Weißenbach, Pfarrgemeinderatsobfrau

 

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Die Kirche muss es schaffen, die Leute im Herzen zu treffen, dort wo sie sind, in ihren Anliegen. Das ist Schwierig. Wenn es aber gelingt, spricht man auch Menschen an, die auf den ersten Blick kirchenferne sind. Wir müssen über unseren persönlichen und den derzeit vorherrschenden kirchlichen Tellerrand hinaus schauen.

Renate Thurner, Wängle, Pfarrgemeinderätin, Religionslehrerin an der Neuen Mittelschule Vils

 

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Ich denke, dass von oben her eine Änderung erfolgen muss: dass Diakone, die verheiratet sind, zu Priestern geweiht werden, und dass Priester, die geheiratet haben und ihr Amt ausüben wollen, das auch dürfen. Die Seelsorgeräume sind zwar eine Lösung, aber eine Notlösung. Die Priester sind überlastet.

Martin Schautzgy, Pfarrer in Elmen, Stanzach, Bschlabs und Boden

 

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Ich glaube, dass wir als Kirche Zukunft haben, wenn wir es schaffen, das umzusetzen, worüber wir oft sehr gescheit reden. Handeln statt Reden. Für mich persönlich betrifft das natürlich in erster Linie die kirchliche Jugendarbeit. Bei ihr muss angesetzt werden.

Stefanie Silgener, Breitenwang, Jugendleiterin im Dekanat Breitenwang  

 

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Ich halte die Familienfeiern Taufe, Erstkommunion, Firmung, Eheschließung und Begräbnis für ganz ganz wichtig. Ihre Wirkung darf sich nicht auf einen Tag beschränken, sie müssen vielmehr ins Leben hinein nachwirken. Von den Orden wünsche ich mir, dass sie sich nicht aus den Pfarrgemeinden zurückziehen, sondern in ihnen neue kleine Gemeinschaften gründen.

Sr. Maria Verena Weitlaner, Elbigenalp, Seminar- und Erholungshaus der Barmherzigen Schwestern vom Zams

 

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Die Kirche hat Zukunft, wenn sie auf Arme, Außenseiter und Randgruppen zugeht. Derzeit geschieht das bei uns zu wenig. Der Glaube braucht Werke, wie es das Beispiel des barmherzigen Samariters zeigt. Wir haben ein Problem aus der Vergangenheit, als die Kirche viel zu sehr auf der Seite der Reichen war und viel Unrecht mitverschuldet und geduldet hat. Das abzulegen, ist auch heute schwierig. Ich persönlich versuche es, so gut ich kann.

Josef Roth, Vils, Diakon

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Die Kirche darf nicht zu starr werden, was derzeit oft der Fall ist, sie muss offener werden. Mir ist klar, dass das schwierig ist, da sie ja auch ihren Grundsätzen treu bleiben muss. Das zeigt sich beispielhaft an der Frage, wie die Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen umgehen soll.

Helena Hartmann, Tannheim, Pfarrgemeinderätin, Lektorin und Kommunionhelferin

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Die Kirche muss sich bewusst sein und werden, dass sie nicht um ihrer selbst willen da ist, sondern einen Auftrag hat für heute und morgen, für die Menschen, für die Welt. Sie hat Zukunft, wenn sie über den eigenen Tellerrand hinaus schaut und sieht, dass Gott das Gute auch außerhalb wirkt. Sie muss dieses Gute bestärken und vermehren. Kirche hat Zukunft, wenn sie Gott und den Menschen nahe bleibt, wenn in ihr die alten Pole beten und arbeiten, Kontemplation und Aktion, Spiritualität und Dienst am Nächsten wirksam sind. Wenn Christen das beherzigen, ist mir um die Zukunft der Kirche nicht bange. Die Frage der kirchlichen Strukturen ist für mich nicht so wichtig.

Hans Neuner, Pfarrer und Dekan von Breitenwang

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