
geschrieben am Freitag, 14. Februar 2014 von Christina Manzl

Der Tag begann gleich mit einem ganz besonderen Treffen: alle 180 Pilger wurden im Lateinischen Patriarchat in Jerusalem von Weihbischof William Shomali empfangen, der sich sehr über den Besuch aus Tirol freute (mehr zu dieser Begegnung lesen sie in den kommenden Tagen auf www.aufbrechen2014.at)
Im Bild zu sehen ca. 1/4 der Pilger aus Tirol mit Ihrer Busbegleiterin Dr. Ilsemarie Weiffen (Mitte links), Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, Weihbischof Dr. William Shomali und dem Österreichischen Botschafter in Jerusalem Dr. Franz Joseph Kuglitsch (Mitte rechts)

Während die Erwachsenen Pilger das Israelmuseum mit dem berühmten Schrein des Buches und dem Modell Jerusalems zur Zeit Jesu besuchten, hatten die Jugendlichen, begleitet von Bischof Manfred Scheuer, eine ganz besondere Begegnung mit Shoa-Überlebenden im Club der Österreichischen Juden in Jerusalem. Wie am Bild unschwer zu erkennen war es eine Begegnung der besonderen Art in der sich die Auswanderer mit den jungen Tirolern angeregt bei Cola, Chips und Kuchen über die Erlebnisse der Pensionisten in Israel und den Alltag der Jugendlichen in Tirol austauschten. Mehr zu dieser Begegnung mit Eindrücken der Jugendlichen finden Sie in den kommenden Tagen auf dieser Homepage www.aufbrechen2014.at

Danach besuchten alle Pilger einen Ort, den viele nicht mehr so leicht vergessen werden. Jad Vashem, die Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Dieser Ort liegt auf dem Mount Herzl. Besonders der Museumstrakt, die Allee der Gerechten und die Gedenkstätte für die Kinder, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind, regen zum Denken an. Nur ein Detail, das die Betroffenheit der Tiroler verständlicher macht: das Tonband, auf dem die Namen und das Alter aller verstorbenen Kinder im Holocaust vorgetragen werden, läuft drei Monate lang durch bis es sich zu wiederholen beginnt. Im Holocaust sind 6 Millionen Juden, darunter 1,5 Millionen Kinder umgekommen.

Danach führte der Weg der heutigen Pilgerreise in die Altstadt zurück. Auf den Berg Zion, wurde der berühmte Abendmahlsaal besucht und wo das Davidsgrab liegt ist nun auch allen bekannt.
An solchen Orten zu sein, wovon man sonst nur in der Bibel liest, hat für die Tiroler Pilger eine ganz besondere Bedeutung Mk 14,12-16. Beim Besuch des Abendmahlsaales denkt wohl jeder intensiver über jene Worte nach, die man so oft in der Bibel liest und im Gottesdienst hört.
Ein ganz besonderes, aber oftmals vergessenes Symbol für die Eucharistie: der Pelikan, der seine Kinder mit seinem eigenen Blut am Leben hält. Dieser Pelikan ist im Abendmahlsaal auf einer Säule zu sehen.

In der Dormitiokirche wurde nach der Besichtigung gemeinsam Gottesdienst gefeiert. In den Fürbitten brachten diesmal die Jugendlichen ihre Bitten vor, die stark geprägt waren, von den Begegnungen am Vormittag.
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